Anlässlich des 100. Geburtstags des österreichischen Komponisten Friedrich Cerha veranstaltet das Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) in Kooperation mit dem Archiv der Zeitgenossen Krems an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ein Symposium, das sich den künstlerischen Positionierungen von Friedrich Cerha im Kontext seiner Zeit widmet. Aus unterschiedlichen disziplinären und theoretischen Perspektiven werden Prägungen und Einflüsse, Werke bzw. Werkgruppen sowie das musikkulturelle Handeln Cerhas beleuchtet. Konzerte vervollständigen dabei das wissenschaftliche Programm.
Programm
Mittwoch, 18. März 2026
15:00–16:30 Uhr
Eröffnung
Susanna Zapke
Orte der künstlerischen Moderne. Wien nach 1945
Helmut Neundlinger
Der Text macht die Musik. Friedrich Cerha und die (poetische) Sprache
17:00–18:00 Uhr
Reinhard Kapp
Friedrich Cerha – ein Netzwerk
18:30 Uhr / Joseph Haydn-Saal
Konzert
anschließend Get-together
Donnerstag, 19. März 2026
09:30–11:00 Uhr
Erwin Barta
Relazioni fragili e stabili. Cerha und das Konzerthaus
Martina Kalser-Gruber
Friedrich Cerha als Multiplikator Neuer Musik: Netzwerke, Aufführungspraxis und die Universal Edition
11:30–13:00 Uhr
Daniel Ender
Tabus, Ökonomie, Aufmerksamkeit. Zu Cerhas Ergänzung von Bergs „Lulu“
Clara Ziegelbauer
Cerha als Dirigent
15:00–17:15 Uhr
Markus Grassl
Alte Musik? Alte Musikszene nach 1945 in Wien
Gundula Wilscher
„Heiter, schwatzhaft, noch wenig Ernst. Großes Musikinteresse“. Zur musikalischen Sozialisation von Friedrich Cerha
Susanne Schedtler
I gee reglmesig ins konzeat. Cerha im Wiener „Milieu“
17:15–18:30 Uhr
Empfang
18:30 Uhr
Konzert
Freitag, 20. März 2026
09:30–11:00 Uhr
Eike Feß
(K)ein Enkelschüler Arnold Schönbergs? Überlegungen zu Friedrich Cerhas Verbindung zur Wiener Schule
Monika Voithofer
„Etwas vom alten Geist in neuen Schläuchen“ – Friedrich Cerhas Wirken in der IGNM
11:30–13:00 Uhr
Hartmut Krones
Planvolles Komponieren für planvolles Richten („mit dem Schwerdt“) und Verbrennen. Friedrich Cerhas „Verzeichnis für 16 Stimmen“
Andreas Karl
Klangorganisation in Cerhas Musik für Chor und Vokalensemble
15:00–16:30 Uhr
Lukas Haselböck
Zur Klangkomposition in Cerhas Spätwerk. „Nacht“ für Orchester (2011/13)
Nadine Scharfetter
Cerha in Bewegung
17:00–18:30 Uhr
Marco Hoffmann
Evolutionsstufen. Zu einem werkübergreifenden Idiom bei Friedrich Cerha
Nikolaus Urbanek
Von den Darmstädter Ferienkursen zu den Salzburger Festspielen. Zu Cerhas kompositorischer Entwicklung der 1960er und 1970er Jahre
19:30–20:30 Uhr / mdw, Kirche St. Ursula
Konzert „Endlich Schluss”
Friedrich Cerha, Sechs Postludien (2014)
Wolfgang Kogert, Orgel
Gespräch mit Lukas Haselböck
Veranstaltet vom Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) in Kooperation mit dem Archiv der Zeitgenossen.
Programmplanung & Organisation: Gundula Wilscher, Lukas Haselböck, Nikolaus Urbanek
Information:
MMag. Gundula Wilscher
Archiv der Zeitgenossen
gundula.wilscher@donau-uni.ac.at
>> Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung